Wordly, Interprefy & Alternativen: Der ehrliche Vergleich für KI-Live-Dolmetschen
Wordly, Interprefy und Co. im Vergleich – und wo eine einfache, browserbasierte Schweizer Lösung für Live-Übersetzung in 60+ Sprachen ins Bild passt.
Warum KI-Dolmetschen plötzlich überall Thema ist
Generalversammlungen mit internationalen Aktionären, hybride Konferenzen, Gemeindeversammlungen, Seminare, Verbände, sogar Gottesdienste: Sobald mehr als eine Sprache im Raum ist, stellt sich dieselbe Frage. Wie sorgen wir dafür, dass alle folgen können – ohne teure Dolmetscherkabinen, ohne Wochen Vorlaufzeit, ohne dass jede Teilnehmerin erst eine App installieren muss?
Genau hier sind KI-Plattformen für Live-Übersetzung in den letzten Jahren gross geworden. Die bekanntesten Namen sind Wordly und Interprefy. Beide lösen ein reales Problem – aber sie sind nicht die einzige Antwort, und je nach Anlass auch nicht die naheliegendste. Dieser Beitrag ordnet die Landschaft nüchtern ein und zeigt, wo eine schlanke, browserbasierte Schweizer Option ihren Platz hat.
Die grossen Namen im Überblick
Wordly
Wordly ist eine rein KI-basierte Plattform für Live-Untertitel und Sprachübersetzung. Der Fokus liegt auf einer vollautomatischen Pipeline: keine menschlichen Dolmetscher im Loop, dafür Übersetzung in eine grosse Zahl von Sprachen. Wordly ist stark im Event- und Enterprise-Umfeld verankert und wird häufig über Integrationen mit Videokonferenz- und Veranstaltungssoftware eingesetzt. Die Abrechnung läuft typischerweise über Nutzungsminuten oder Lizenzpakete.
Interprefy
Interprefy kommt aus einer anderen Richtung: ursprünglich als Plattform für Remote-Simultandolmetschen mit echten Menschen (RSI), also die Technik, über die professionelle Dolmetscher aus der Ferne zugeschaltet werden. Inzwischen bietet Interprefy zusätzlich KI-Übersetzung an. Das macht die Plattform mächtig, aber auch schwergewichtiger: Sie ist auf grosse, koordinierte Veranstaltungen mit Dolmetscher-Management ausgelegt.
Weitere Anbieter
Daneben gibt es eine wachsende Zahl von Lösungen – von KUDO über Boostlingo bis zu Caption-Tools, die in Konferenzsoftware eingebaut sind. Die Grenzen verschwimmen: Reine Untertitel-Werkzeuge bekommen Übersetzung, klassische RSI-Plattformen bekommen KI, und KI-Plattformen bekommen mehr Sprachen.
Worin sich diese Lösungen wirklich unterscheiden
Statt Marketingversprechen hilft ein Blick auf die Kriterien, die im Alltag zählen:
- Mensch oder KI? Braucht Ihr Anlass juristisch belastbares, nuanciertes Dolmetschen (etwa vor Gericht oder in heiklen Verhandlungen), führt an echten Menschen kaum ein Weg vorbei. Für Information, Transparenz und Teilhabe reicht KI in vielen Fällen völlig.
- Aufwand für die Teilnehmenden. Müssen Gäste eine App laden, ein Konto anlegen, einen Code eintippen? Jede zusätzliche Hürde kostet Reichweite – besonders bei einem gemischten Publikum aus allen Altersgruppen.
- Vorlaufzeit und Koordination. RSI-Setups brauchen Planung, Buchung und Test. Rein KI-basierte Lösungen lassen sich meist kurzfristig starten.
- Text, Stimme oder beides? Untertitel sind grossartig für laute Räume; eine synthetische Stimme im Ohr ist besser, wenn man die Bühne im Blick behalten will.
- Kosten. KI ist grundsätzlich günstiger als ein Team aus Dolmetschern – über konkrete Zahlen entscheidet aber immer der Einzelfall.
Wo eine einfache Schweizer Option ins Bild passt
Hier kommt Suisse Notes Live-Übersetzung ins Spiel – bewusst nicht als Konkurrenz zu jeder Enterprise-Funktion, sondern als die schlanke, sofort einsatzbereite Variante. Suisse Notes ist ein Schweizer Anbieter, und die Live-Übersetzung ist so gebaut, dass sie in Minuten läuft:
- Die gastgebende Person spricht ganz normal – vor Ort, hybrid oder online.
- Das Publikum tritt per QR-Code oder Link direkt im Browser bei. Keine App, kein Konto.
- Jede Person wählt ihre eigene Sprache – aus über 60 Sprachen.
- Es gibt live übersetzte Untertitel und eine KI-Stimme gleichzeitig, mit Sprecher-Labels, damit klar ist, wer gerade spricht.
Das Ergebnis ist einfacher und schlanker als eine Dolmetscherkabine und günstiger als ein Team menschlicher Dolmetscher – ohne dass jemand aus dem Publikum irgendetwas installieren muss.
> Hinweis zur Ehrlichkeit: Live-KI-Übersetzung ist ein Werkzeug für Verständlichkeit und Teilhabe, kein Ersatz für zertifizierte Dolmetscher in rechtlich verbindlichen Situationen. Wählen Sie das Werkzeug zum Anlass.
Ein praktisches Beispiel
Eine Genossenschaft lädt zur Generalversammlung. Von 180 Anwesenden sprechen die meisten Deutsch, ein gutes Drittel Französisch, dazu einige italienisch- und englischsprachige Gäste. Eine klassische Kabinenlösung würde Wochen Vorlauf und ein Budget bedeuten, das den Rahmen sprengt.
Stattdessen projiziert die Vorstandsvorsitzende zu Beginn einen QR-Code auf die Leinwand. Wer möchte, scannt ihn mit dem eigenen Handy, wählt seine Sprache und bekommt ab sofort Untertitel plus eine Stimme im Ohr. Die Rednerin spricht Schweizerdeutsch weiter wie immer. Ein französischsprachiges Mitglied liest die Diskussion mit, meldet sich zu Wort – und alle folgen dem Votum in ihrer Sprache. Kein Techniker, keine Kabine, kein Downloadstress.
So wählen Sie richtig
Eine ehrliche Faustregel:
- Hochsensible, rechtlich bindende Anlässe: professionelle Dolmetscher (ggf. über eine RSI-Plattform wie Interprefy).
- Grosse, langfristig geplante Enterprise-Events mit tiefer Integration: spezialisierte Plattformen wie Wordly oder Interprefy.
- Versammlungen, Seminare, Gottesdienste, Verbands- und Vereinsanlässe, bei denen es um Verständlichkeit und niedrige Einstiegshürden geht: eine schlanke Browser-Lösung wie Suisse Notes.
Selbst ausprobieren
Die Live-Übersetzung ist eine Pro-Funktion. Sie können sie innerhalb der kostenlosen Minuten gratis testen; danach ist sie im Pro-Plan enthalten (der Starter-Plan enthält sie nicht). Das Beste daran: Der beste Vergleich ist der eigene Anlass. Richten Sie eine Session ein, projizieren Sie den QR-Code und sehen Sie, wie schnell Ihr Publikum folgt.
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